Bier von hier -
was für ein Genuss!
Rechtzeitig zu unserem Jubiläumsjahr gab es wieder Bio-Bier aus der Region, mit Zutaten von TAGWERK: Helles, Dunkles, Weißbier, Pils, gelegentlich auch Bockbier und andere Spezialitäten. Gebraut wird es in der Brauerei Ametsbichler in Aschau, einer kleinen, aber feinen Landbrauerei, die seit ihrer Gründung im Jahr 1876 in Familienbesitz ist. Aschau liegt im Herzen des Landkreises Mühldorf, weniger als 20 km von Dorfen entfernt.
Auf Anregung von "Unser Inn-Land", einer regionalen Initiative in unserer Nachbarschaft, hat Georg Ametsbichler seine Brauerei Anfang 2002 komplett auf Öko umgestellt. Als Mitglied von "Unser Inn-Land" hat er sich verpflichtet, wenn möglich nur regionale Zutaten zu verwenden. Und dabei waren von Anfang an auch TAGWERK-Bauern, die Braugerste und Weizen geliefert haben. Denn wo sich die TAGWERK-Region und Unser Inn-Land überschneiden, gibt es häufig Doppelmitgliedschaften - und eine gute Zusammenarbeit nicht nur beim Bier.
Der Hopfen kommt bisher von einem Naturland-Betrieb aus Spalt bei Nürnberg, in Zukunft - und speziell für unser Jubiläumsbier - auch vom TAGWERK- und Naturland-Betrieb Bichlmaier aus Pfeffenhausen im Landkreis Landshut. Die gentechnikfreie Reinzucht-Hefe wird aus Weihenstephan bezogen. Das Brauwasser wird in einem betriebseigenen 125 Meter tiefen Brunnen gefördert. Es ist frei von Nitrat, Nitrit und Pflanzenschutzmitteln, es erfüllt ohne Behandlung die strengen Anforderungen an die mikrobiologische Reinheit.
Aus diesen hochwertigen Rohstoffen werden in der Brauerei Ametsbichler ober- und untergärige Bierspezialitäten nach alten Sudrezepten gebraut. Ein kupfernes Sudwerk, das klassische Gärverfahren mit der langen und kalten Lagerung und die schonende Filtration belässt viele wertgebende Bestandteile im Bier. Allerdings ist das Bier deshalb nicht so lange haltbar: vier Monate ab Brauerei beim hellen Bier und beim Pils, sechs Monate beim Weißbier. Braumeister Georg Ametsbichler: "Eine längere Haltbarkeit würde stärkere Filtration erfordern und dabei würden wertvolle Nährstoffe verloren gehen. Natürlich kann man Bier so ‚rein' filtrieren, dass nichts mehr drin ist. Dann ist es über ein Jahr haltbar, aber eigentlich eine Konserve.
Kurze Wege - frisches Bier
TAGWERK-Bauer Josef Lenz aus Lengdorf im Isental liefert Braugerste für das Aschauer Bier. Der Anbau von Braugerste ist gut geeignet für den ökologischen Landbau. Sie ergänzt den Fruchtwechsel äußerst vorteilhaft. Sie stellt keine hohen Ansprüche an die Vorfrucht, ist ein früh räumendes Sommergetreide und begünstigt den Anbau einer Zwischenfrucht, z.B. von Leguminosen, nach der Ernte. Braugerste braucht einen niedrigen Eiweißgehalt, treibender Dünger mindert die Qualität. Josef Lenz: "Für die Fruchtfolge wäre auch der Anbau von Futtergetreide gut. Aber ich möchte Nahrungsmittel erzeugen. Deshalb ziehe ich Braugerste vor."
Hopfen...
Pfeffenhausen liegt am Rand der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt. Und am Rand der TAGWERK-Region. Die Familie Bichlmaier ist seit 1987 Mitglied bei TAGWERK. Hopfen haben sie schon einmal für ein TAGWERK-Bier geliefert, damals zur Brauerei Bauer nach St. Wolfgang.
...und Malz
Bevor das Bier gebraut wird, muss das Getreide gemälzt, d.h. angekeimt und anschließend gedarrt (getrocknet) werden. Kleine Brauereien haben i.d.R. keine eigene Mälzerei. Für die Aschauer Biere wird das Getreide in der Mälzerei Sonnauer (Naturland-Verarbeiter) in Geisenhausen im Landkreis Landshut gemälzt.
Bier und Gesundheit
Die Bayern haben schon immer behauptet, dass Bier ein Grundnahrungsmittel ist, dazu noch ein besonders gesundes. Die Ernährungswissenschaft bestätigt das - immer mit dem Hinweis auf einen "maßvollen Genuss".
Bier wird aus Getreide gemacht und kann daher viele lebenswichtige Vitamine liefern. Das Keimen des Getreides beim Mälzen erhöht dabei noch den Nährwert. Bier weist insbesondere einen hohen Gehalt an Vitaminen der B-Gruppe auf, wie z.B. Niacin, Riboflavin (B2), Pyridoxin (B6) und Folsäure (B9). Bier enthält wenig Kalzium und viel Magnesium, es liefert Silizium und enthält oxidationshemmende Stoffe. Bier enthält kein Fett und kein Cholesterin, sein Zuckergehalt ist niedrig. Und es enthält nicht mehr Kalorien als alkoholfreie Getränke -ein "Bierbauch" ist allein mit (maßvollem!) Biergenuss nicht zu erklären.
Das Jubiläumsbier
5,5% Alkohol, .13,2%.Stammwürze, im Geschmack malzbetont bei einer feinen Hopfenbittere, süffig und körperlich - das ist das Jubiläumsbier zum 20.Geburtstag von TAGWERK, gebraut von der Brauerei Ametsbichler. Dazu schreibt uns der Eigentümer und Braumeister Georg Ametsbichler:
Wo die bayerische Sommersonne lacht
die Vitamine und Mineralstoffe in unserem Festbier fürs TAGWERK-Jubiläum kommen hauptsächlich aus dem Braumalz. Ein Liter Jubiläumsbier enthält gut 150mg phenolischer Substanzen, das sind sogenannte 'sekundäre Pflanzenstoffe'. Gut dreiviertel davon entstammen dem Malz, den Rest bringt der Hopfen.
Diese Polyphenole, d.h. aus pflanzlichen Lebensmitteln stammende Antioxidantien, weisen eine große Bandbreite gesundheitsfördernder Eigenschaften auf. Eine ganze Reihe ernst zu nehmender wissenschaftlicher Hinweise untermauern diese These. Um diese wertvollen Bestandteile der Rohstoffe in einer bio-verfügbaren Form ins fertige Bier zu bringen, ist einerseits die Auswahl der richtigen Gerstensorte wichtig. So verwende ich beispielsweise die Braugerste Steffi. Bei dieser Braugerstensorte ist mir der hohe Polyphenolgehalt wichtig und der malzig-runde Geschmack, den Biere aus diesem Malz ergeben. Für den Landwirt ist die natürliche Resistenz gegen Schädlinge, der gute Ertrag und der kurze Halm wegen der Standfestigkeit von Bedeutung. Die Partien für unser Festbier wurden von den Landwirten Lenz aus Lengdorf und Reichl aus Schafdorn bei Schwindegg nach den Regeln des ökologischen Landbau erzeugt. Der ökologische Landbau verbindet die ursprüngliche Reinheit der Natur mit der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit modernen Ackerbaus.
Für die Hopfung des Jubiläumsbieres verwende ich einen Spalter Select vom TAGWERK-Bauern Bichlmaier. Diese Hopfensorte, die zum Saazer Formenkreis gehört, zeichnet sich neben der edlen Bittere durch ein besonders günstiges Verhältnis von Hopfenbittere zum Xanthohumol, einem Polyphenol des Hopfens, aus. Verschiedenen sogenannten Flavonoiden des Hopfens, wie eben dem Hopfen-Polyphenol "Xanthohumol" und "Isoxanthohumol", wird eine antikanzerogene, also krebsvorbeugende Wirkung zugesprochen und zur Zeit intensiv erforscht.
Die Polyphenole des Bieres können - wie auch die des Rotweins - die Low-Density-Lipoproteine (LDL-Cholesterin) des Blutes vor Oxidation schützen und damit langfristig Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.
Die enge Zusammenarbeit mit meinen Landwirten und dem Mälzer Georg Sonnauer aus Geisenhausen macht es möglich, auf einzelne Braumalz-Partien individuell einzugehen und so durch das entsprechende Mälzungs- und Brauverfahren das Beste der wertgebenden Bestandteile der Braugerste ins fertige Jubiläumsbier zu bringen. Dabei ist das Wertgebende das, was die Braugerste einen Sommer lang mit Hilfe der Bayerischen Sommersonne für Sie gesammelt hat: Energie, Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe - kurzum Lebensfreude.
Die Bayerische Sommersonne wird Sie auf dem TAGWERK-Jubiläum also nicht nur vom Himmel her anlachen, sondern auch aus dem Flascherl/Maßkrug mit Jubiläumsbier aus regionalen und ökologischen Rohstoffen heraus.
Es wünscht Ihnen ein erfreuliches Jubiläum
der auf Ihr Wohl bedachte
Festbräu Georg Ametsbichler